© Iris Blank Duderstadt

Wolfgang Windhausen, anlässlich der Verleihung des Niedersachsenpreis für Bürgerengagement

 

 

Biografie

Lebt und arbeitet in Duderstadt.
Jahrzehnte in der Arbeitswelt, ab den 7oer Jahren Hinwendung zur Literatur. Fast 20 Jahre sehr engagiert in der ehrenamtlichen Gefangenenbetreuung, dort Mitbegründer und lange Zeit Mitarbeiter der Gefangenenzeitung > Die Mauer< und Organisation von Lesungen bekannter Autoren im Gefängnis. Mitarbeiter in der Bewährungshilfe und freier Mitarbeiter in der Jugendhilfe sowie 2o Jahre sehr engagiert bei >amnesty international< tätig. .Mitarbeiter des Writers in Prison Committee des P.E.N. Zentrum Deutschland ( Förderkreis ). Mitglied des Internationalen P.E.N ( Deutschschweizer P.E.N. )
Niedersachsenpreis für Bürgerengagement > Unbezahlbar und freiwillig 2004 <
Veröffentlichungen und Lesungen in Deutschland, den USA und Frankreich sowie in Tageszeitungen, Zeitschriften und im Rundfunk.
Künstlerische Arbeiten zu seinen Büchern und Mappenwerken sowie Bibliophilen Büchern, Plakatentwürfe, Radierungen, Federzeichnungen, Linol-und Holzschnitte. Mehrere Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen u.a. 1998 Teilnehmer der Kunsttriennale Kartuszy/Polen und 2oo1 Annaberg Buchholz.

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Hinter den Bildern

Vorwort

Die Varietäten, die Abweichungen, verschiedene Farben, Formen, Auffassungen, Schulen, machen den kulturellen Reichtum unseres Landes aus und verhindern Monokultur und Ödnis. Auf dem Feld der Literatur allerdings ( und nicht nur dort ) gibt es die rabiaten Großagrarier des Metiers, die, versehen beispielsweise mit den Subventionen der Gebühreneinzugszentrale, pro Saison nicht mehr als zwölf bis zwanzig in- und ausländische Bücher in die Silos, sprich auf die Bestenlisten und in die Quartette und Quartettnachfolger bringen und den " werthaltigen " Riesen - " Rest " an gedruckten Fiktionen eines Zweiundachtzigmillionenvolkes unterpflügen oder zu Unkraut erklären. Was dabei mißachtet, worauf verzichtet wird, läßt sich ahnen, wenn man die Gedichte Wolfgang Windhausens liest. Dieser Wolfgang Windhausen zählt zu den Stillen im Land, deren Stimme man gleichwohl hören kann, wenn man hören will und auch wirklich hinhört, es fällt nicht schwer, ihn zu bewundern.

Aufgewachsen in der Kleinstadt einer katholischen Exklave namens Eichsfeld im südlichen Niedersachsen, hat er in seinem Geburtsort die Schule besucht und geht seitdem in der Kindheitsgegend einem Brotberuf nach, wie üblich, ließe sich vielleicht sagen. Aber damit nicht genug, etwas glimmt, brennt, ja glüht in ihm, die Verehrung für Künstler, wirkliche Künstler, die Liebe zur Literatur, zu wirklicher Literatur, das Sammeln von Handschriften, Signaturen und Graphiken und nicht zuletzt die Neigung, der Drang zum Schreiben.
Ich sehe die freundliche , die im besten Sinn des Wortes anheimelnde Bücher- und Bilderwohnung vor mir, in der Wolfgang Windhausen nach der Arbeit des Tages abends und nachts an seinem Schreibtisch sitzt und eigene Verse schreibt und sie dann in den Computer eingibt und am Text arbeitet.
Dieser Anblick ist es, der mich beeindruckt : Tisch, Lampe, Kopf, Schreibhand, Stift und Blatt. Was entsteht, sind keine Gedichte, die blenden, funkeln, bestechen sollen, es sind Miniaturen des Insichhineinhörens, des Entlangtastens, aber auch der Solidarität und des Mitleids.
Hier hat jemand, der sein Geld in ganz anderen Bereichen verdient, auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft eine eigene Stimme gefunden, die benennen kann, was " Hinter den Bildern " zu sehen und zu fühlen ist.

Guntram Vesper

 

Ausschnitt aus einer Rede anläßlich einer Ausstellungseröffnung:"...Geprägt sind Deine Werke durch dein soziales Engagement, in dem Dir Käthe Kollwitz und Albert Schweitzer in ihrem humanitären und mitmenschlichen Schaffen und Wirken stets einVorbild sind. Sehr oft stehen daher Menschen im Mittelpunkt Deiner schriftstellerischen und bildnerischen Werke, die von der Gesellschaft ausgegrenzt oder benachteiligt werden. Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen. Deine Gedichte und Illustrationen bereiten daher nicht nur Freude, sondern sie geben Anregungen, machen sensibel für das, was tagtäglich um uns herum geschieht..."

 

 

Zeichnung von Kay Voigtmann zu einem Gedicht von Wolfgang Windhausen

 

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Last update 14-Dezember-2008